Klassische Sojasauce wird aus Sojabohnen, Weizen, Salz und Wasser hergestellt. Ein Pilzkultur-Ansatz, das sogenannte Koji, setzt die Fermentation in Gang. Über Monate hinweg entstehen dabei die Aromen, die eine gute Sojasauce ausmachen: Umami, eine milde Süsse und eine ausgewogene Salzigkeit.
Auf japanischen Etiketten steht dafür häufig der Begriff Honjozo, auf koreanischen Yangjio. Beide bezeichnen traditionell gebraute Sojasauce. Sie schmeckt runder und komplexer als industriell beschleunigte Varianten und eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Dippen.
Bei YumiHana findest du gebraute Sojasaucen in unterschiedlichen Qualitätsstufen, Flaschengrössen von 150 Millilitern bis 1,7 Litern sowie Bio-Sorten mit JAS-Zertifizierung.
In Japan heisst Sojasauce Shoyu. Die beiden wichtigsten Typen unterscheiden sich weniger in der Intensität als im Einsatzzweck, und ausgerechnet die hellere Sorte ist dabei die salzigere.
Die dunkle Standardsorte und mit Abstand die meistverwendete in Japan. Sie ist kräftig, vollmundig und vielseitig einsetzbar: zum Marinieren, für Saucen, Eintöpfe und Nudelbrühen ebenso wie als Dip auf dem Tisch. Wenn ein Rezept einfach nur Sojasauce nennt, ist in aller Regel Koikuchi gemeint.
Die helle Sorte aus der Region Kansai. Sie ist salzhaltiger als Koikuchi, dafür zurückhaltender im Geschmack und färbt weniger. Genau deshalb wird sie für klare Brühen, helle Saucen und Gemüsegerichte verwendet, bei denen die eigene Farbe der Zutaten erhalten bleiben soll. Beim Dosieren lohnt sich Zurückhaltung.
Neben den beiden Grundtypen gibt es Sojasaucen für besondere Anlässe. Nama Shoyu ist eine rohe, nicht erhitzte Sojasauce. Sie schmeckt frischer und aromatischer, sollte aber nach dem Öffnen gekühlt werden. Auf Etiketten findest du sie oft unter der Bezeichnung Shiboritate, was auf eine frisch gepresste Sauce hinweist.
Sashimi Shoyu ist dickflüssiger und milder abgestimmt, damit sie den Geschmack von rohem Fisch begleitet, statt ihn zu überdecken. Sie wird als Dip verwendet, nicht zum Kochen.
Wer auf den Salzgehalt achtet, findet mit Genen Shoyu eine salzreduzierte Variante. Sie eignet sich für den täglichen Gebrauch, ist wegen des geringeren Salzanteils aber empfindlicher und gehört nach dem Öffnen ebenfalls in den Kühlschrank.
Koreanische Sojasauce heisst Ganjang. Die geläufigste Sorte ist Jin Ganjang, eine dunkle Allzwecksauce zum Marinieren, Schmoren und Würzen. Sie bildet die Basis für Bulgogi-Marinaden, Braisiertes wie Jangjorim und viele Beilagen. Sempio bietet sie in mehreren Qualitätsstufen an, erkennbar an Zusätzen wie Gold oder Premium.
Daneben steht Yangjio Ganjang, eine gebraute Sojasauce, die bei Sempio zusätzlich mit Zahlen wie 501 oder 701 gekennzeichnet ist. Die Zahl verweist auf die Rezeptur und den Anteil an Braukomponenten, ist also ein Hinweis auf die Qualitätsstufe innerhalb der Reihe.
Eine eigene Kategorie ist Sojasauce für Suppen, in Korea Guk-Ganjang genannt. Sie ist heller, deutlich salziger und intensiver im Sojaaroma. Verwendet wird sie für Suppen und Eintöpfe wie Miyeokguk, wo sie salzt und würzt, ohne die Brühe dunkel zu färben. Als Ersatz für gewöhnliche Sojasauce eignet sie sich wegen des hohen Salzgehalts nicht.
Die meisten Sojasaucen enthalten Weizen und sind daher nicht glutenfrei. Es gibt jedoch Sorten, die ohne Weizen gebraut werden. In Japan tragen sie häufig Bezeichnungen, die genau darauf hinweisen, etwa Komugi wo Tsukawanai Shoyu, also Sojasauce ohne Weizen.
In unserem Sortiment findest du mehrere ausdrücklich als glutenfrei ausgewiesene Sojasaucen, unter anderem von Sempio und Mega Chef. Geschmacklich sind sie meist etwas direkter und weniger süss als weizenhaltige Varianten. Da sich die Rezepturen je nach Hersteller unterscheiden, prüfe bitte immer die Angaben beim jeweiligen Produkt.
Ausserhalb von Japan und Korea sind die Sorten anders zusammengesetzt. Dunkle Sojasauce ist dickflüssiger, weniger salzig und wird vor allem wegen ihrer Farbe eingesetzt: Sie gibt gebratenen Nudeln, Reisgerichten und Schmorgerichten den typisch tiefbraunen Ton.
Süsse Sojasauce ist mit Zucker oder Melasse gesüsst und sirupartig. Sie passt zu Gebratenem, zu Marinaden und als Dip. Daneben gibt es Sojasaucen mit Pilzextrakt, die zusätzliches Umami mitbringen und sich gut für vegetarische Gerichte eignen.
Für den Einstieg genügt eine gute Allzwecksauce: Koikuchi Shoyu für die japanische, Jin Ganjang für die koreanische Küche. Wer öfter kocht, ergänzt sie um eine helle Sorte für Suppen und klare Brühen. Kleine Flaschen eignen sich zum Ausprobieren, grosse Gebinde für alle, die regelmässig asiatisch kochen.
Japanische Shoyu enthält üblicherweise einen hohen Weizenanteil und schmeckt dadurch etwas süsslicher und runder. Koreanische Ganjang wird traditionell stärker auf Sojabohnen ausgerichtet und wirkt kräftiger und salziger im Sojaaroma. In der Praxis lassen sich Allzwecksorten beider Länder oft austauschen. Bei speziellen Sorten wie Sojasauce für Suppen oder Sashimi Shoyu solltest du dagegen bei der vorgesehenen Sorte bleiben.
Koikuchi ist die dunkle japanische Standard-Sojasauce für nahezu alle Anwendungen. Usukuchi ist heller und färbt weniger, enthält aber mehr Salz. Sie wird für klare Suppen, helle Saucen und Gemüsegerichte verwendet, bei denen die Farbe der Zutaten sichtbar bleiben soll. Wenn du Usukuchi anstelle von Koikuchi verwendest, dosiere sparsamer.
In der Regel nicht. Klassische Sojasauce wird aus Sojabohnen und Weizen gebraut und enthält deshalb Gluten. Es gibt jedoch Sorten, die ohne Weizen hergestellt werden und ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet sind. Diese führen wir im Sortiment. Achte in jedem Fall auf die Zutatenliste und die Allergenangaben des jeweiligen Produkts.
Sojasauce für Suppen, koreanisch Guk-Ganjang, ist heller und salziger als gewöhnliche Sojasauce. Sie wird zum Abschmecken von Suppen und Eintöpfen verwendet, weil sie kräftig würzt, ohne die Brühe dunkel einzufärben. Für Marinaden oder als Dip ist sie wegen des hohen Salzgehalts nicht geeignet.
Sojasauce verdirbt durch ihren hohen Salzgehalt nicht so schnell, verliert aber mit der Zeit Aroma und wird dunkler. Am besten bewahrst du sie verschlossen, kühl und vor Licht geschützt auf. Rohe Sorten wie Nama Shoyu und salzreduzierte Varianten gehören nach dem Öffnen in den Kühlschrank. Die Herstellerangaben auf der Flasche sind massgeblich.